Kubakrise

Die Kubakrise, welche auch unter den Namen Kubanische Raketenkrise oder Karibische Krise bekannt ist, bezeichnet einen Abschnitt des Kalten Krieges (1947-1962). Im Wesentlichen fand jene Konfrontation, für welche der Begriff Kubakrise gebraucht wird, im Oktober des Jahres 1962 statt und dauerte 13 Tage, was auch den vor allem in Kuba gebräuchlichen Namen Oktoberkrise erklärt. Streitpunkt zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der damaligen Sowjetunion war die Installation von Raketen auf der Insel Kuba durch die Sowjetunion. Abschussrampen für eben solche waren nach bereits vorhandenem Verdacht von amerikanischen Flugzeugen bei der Anfertigung geheimer Luftaufnahmen entdeckt worden. Bei den besagten Raketen handelte es sich um Mittelstreckenraketen mit Nuklearsprengköpfen. Der amerikanische Präsident John F. Kennedy kommandierte daraufhin Truppen gegen die Sowjetunion ab, ordnete eine Seeblockade an und war ebenfalls gewillt, im Notfall einen Atomkrieg in Kauf zu nehmen, falls ein solcher notwendig würde. Zuvor versuchte Präsident Kennedy mehrere Tage lang, mit der sowjetischen Botschaft in Washington sowie später auch mit dem sowjetischen Außenminister Andrei Gromyko zu verhandeln, was jedoch durch striktes und konsequentes Leugnen von sowjetischer Seite aus nicht möglich war. Nach den erfolglosen Verhandlungsversuchen startetete Kennedy schließlich am 24. Oktober 1962 mit der Blockade Kubas. Beide Seiten kündigten an, notfalls die gegnerischen Schiffe zu versenken, wenn es die Situation erfordern würde. Beide Seiten schaffen es jedoch, eine militärische Konfrontation zu vermeiden. Am 28. Oktober lenkt der sowjetische Präsident Nikita Chruschtschow schließlich ein und zieht die Mittelstreckenraketen von der Insel ab. Im Gegenzug hierzu wollte Kennedy seine Jupiter-Raketen aus der Türkei abziehen.